Ahr - Mittelrhein

  

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Ahr

Die Ahr schlängelt sich sich westlich des Rheins zwischen Koblenz und Bonn und mündet bei Linz in Deutschlands größten Fluss. Rund 540 Hektar sind entlang der Ahr mit Reben bestockt, der überwiegende Teil mit roten Sorten. Trotz der nördlichen Lage herrscht hier ein fast mediterranes Mikroklima mit recht hohen Durchschnittstemperaturen. Die überwiegend nach Süden ausgerichteten, steilen Hänge an der oberen und mittleren Ahr fangen die Sonne ideal ein. Hier wachsen die Reben überwiegend auf Schiefer- und Grauwackeböden, welche die Wärme des Tages gut speichern. Geschützt wird das hier sehr enge Tal, das sich tief in die eigentlich klimatisch recht rauhe Eifel erstreckt, durch eben die hohen, dicht bewaldeten Berge der Eifel.  Das untere Tal ist deutlich breiter und nicht so schroff. Der Weinbau Weinbau an der Ahr geht natürlich auch auf die Römer zurück, die bereits  im 8. Jahrhundert n. Chr. an der Ahr fleißig Reben kultivierten. Später brachten französische Mönche die roten Reben ihrer Heimat mit, hier vor allem den Spätburgunder, der mit den klimatischen Bedingungen an der Ahr hervorragend klar kommt .

Natürlich ist die Ahrregion auch ein herrliches Reise- und Ausflugsziel, mit wundervollen Wanderwegen und auch gastronomisch heute sehr spannend.


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Mittelrhein

Das Weinanbaugebiet Mittelrhein erstreckt sich über 100 Kilometer auf beiden Seiten des Rheins: am linken Rheinufer von der Nahemündung bis nach Koblenz, auf der rechten Seite des Flusses reichen die Weinberge bis nach Norden ins Siebengebirge. Die Schiefer- und Grauwackeböden dienen wie der Rhein als Wärmespeicher. Südlich von Koblenz und Lahnstein gedeihen in extremen Steillagen sehr gute Weinqualitäten. Viele der schwer erreichbaren Schieferhänge werden heute nicht mehr bewirtschaftet, weil die Bearbeitung zu kostenintensiv ist und die Flurbereinigung in den extremen Steillagen nicht erfolgreich war. Noch um 1900 gab es am Mittelrhein 2.000 Hektar Weinberge, heute sind es lediglich 470 Hektar. Es erfolgte eine Konzentration auf die besten Lagen, wie z. B. den Bopparder Hamm, und eine Vermarktung in Form von Genossenschaften, um die Reste des Weinbaus am Mittelrhein erhalten zu können. Im Mittelalter hatte die Region übrigens auch eine nicht unbedeutende Rolle im Weinhandel. Weine aus dem Rheingau wurde oft über den Landweg rheinabwärts über Bacharach nach Köln, England und Skandinavien verschifft.

Die Winzer vom Mittelrhein erzeugen charaktervolle, mineralische und fruchtige Weine, zwei Drittel davon sind Riesling-Weine. Landschaftlich gehört der Mittelrhein zu den beeindrucktesten Landschaften Deutschlands, was wohl letztendlich auch dazu geführt hat, dass der Mittelrhein seit 2003 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Der Rheinsteig ist ein weiterer wichtiger Schritt in der touristischen Erschließung des Gebietes.